Coole Namen - weniger ist heute mehr

März 31st, 2010 · Keine Kommentare

Lange Zeit galten Anglizismen oder francophone Vornamen als das absolute Nonplusultra an den Taufbecken des Landes. Wer jedoch schon einmal eine Meldung über die Geburt von “Jay Lee Ryan Rankewitz” in der Lokalzeitung gelesen hat oder sich per Anzeige über die Einschulung von Orkan mitgefreut hat (”Es freuen sich mit dir deine Eltern sowie deine Schwester Tayfun”), dem stehen als einigermaßen sprachfühligen Menschen die Haare zu Berge. Coole Namen gehen anders.

Das Problem ist, dass alle Elternpaare möglichst originelle und coole Namen für ihre Kinder finden möchten - die Masse von Absurditäten dann aber wiederum alles Originelle schon fast zur Regel werden lässt. Weniger ist also mittlerweile mehr bei der Auswahl eines möglichst “coolen” Kindesnamen.
So kletterten Namen wie Emma oder Paul in der Beliebtheitsskala zuletzt wieder ganz weit nach oben. In den 90er Jahren hießen so höchstens Opa und Oma aus Buxtehude - mittlerweile haben die Namen Kreuzberger Großstadtflair.
Die Top 3 des Jahres 2009 waren Mia, Hanna, Leonie bei den Mädchen und Leon, Lucas, Jonas bei den Jungs. Bodenständiger geht es kaum mehr.

Einfach und kurz sind coole Namen fast immer - es sollten aber nicht immer nur die aktuellen Top 3 sein.

Sonst geht es uns bald wie in dem Cartoon von André Sedlaczek: Die Pinguinmutter ruft: “Hanna, Leon, Essen ist fertig!” - Und ein Pulk von ungefähr 15 Pinguinkinder schallt zurück: “Ja, Mama!” “Ja, Mama!” “Ja, Mama!” “Ja, Mama!” “Ja, Mama!” “Ja, Mama!” …..

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Tags: Allgemein · Kleinkind · Schwangerschaft

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